Opferberatung

Koordinierungsstelle der Stadt Hanau für Opfer und Betroffene
 
Unter der Rufnummer 06181/295-8030 ist die Koordinierungsstelle telefonisch zu erreichen, an die sich alle wenden können, die im Zusammenhang mit dem schrecklichen Attentat Hilfe benötigen. Unter der Leitung von Dr. Silke Hoffmann-Bär, Leiterin der Stabsstelle Gesundheit, sind dort jeden Tag zwischen 9 und 17 Uhr kompetente Ansprechpartner erreichbar, die den Überblick haben, welche konkreten Hilfestellungen in der jeweiligen Situation benötigt werden. Die Koordinierungsstelle soll in den nächsten Wochen sein, Hilfesuchenden und Betroffenen einen festen Anlaufpunkt zu bieten, wo sie mit ihren Sorgen und Nöten hingehen können.
Bereits vergangene Woche hatte Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky mit Dr. Maria Haas-Weber, Vorsitzende des Hanauer Ärztevereins, und Dr. Silke Hoffmann-Bär zwei Opferbeauftragte für die Stadt Hanau benannt, um sicherzustellen, dass die Sorgen und Nöte der Angehörigen der Ermordeten und Verletzten immer im Fokus allen Handelns bleiben. Maßgeblich unterstützt werden die beiden Ärztinnen seither von Robert Erkan, der gemeinsam mit acht Mitgliedern des Ausländerbeirats eine koordinative und vermittelnde Funktion in Richtung der Familien übernehmen konnte. Kontaktaufnahme ist ebenfalls über die Koordinierungsstelle möglich.

Zudem steht Ihnen auch der Beauftragte der Bundesregierung für die Anliegen von Opfern und Hinterbliebenen von terroristischen Straftaten im Inland, Prof. Dr. Edgar Franke unter opferbeauftragter@bmjv.bund.de zur Verfügung. Weitere Informationen finden Sie unter: https://www.bmjv.de/DE/Startseite/DS/Startseite_Opferhilfe_node.html
 
Bitte beachten Sie: Hinweise zum Tathergang sollten dem Landes- und Bundeskriminalamt zugehen. Zentral gesammelt werden Hinweise, Fotos oder Videos unter anderem auf dem eigens dafür eingerichteten Portal, das unter www.bka-hinweisportal.de erreichbar ist. Die telefonische Kontaktaufnahme ist unter der kostenfreien Rufnummer 0800 0130110 möglich.


Hilfsangebote

Derzeit gibt es diverse Hilfsangebote:
Offene Elterncafes mit Gesprächsangeboten hat der Eigenbetrieb Hanau Kindertagesbetreuung in der Kinderburg Weststadt (Herderweg 1) eingerichtet, ebenso im Kinderhaus West (Schopenhauerstraße 2) und in der Kindertagesstätte Dresdener Straße (Dresdener Straße 2). Diese Orte der Begegnung unter dem Motto „Offene Türen, offene Herzen, offene Ohren“ sind in dieser und der nächsten Woche täglich von 7 bis 17 Uhr geöffnet. Mit Trauerflor und Trauerkerzen besteht ein würdiger Rahmen des Gedenkens nach dem Attentat vom 19. Februar.
 
Sie möchten ebenfalls helfen? Gerne können Sie uns Ihr Hilfsangebot an zusammen@hanau.de senden.


Für Betroffene und alle Menschen, die über das schreckliche Geschehnis vom 19.02.2020 sprechen möchten, bietet das Weststadtbüro Sprechstunden an.
Montag bis Mittwoch, 9-15 Uhr (ohne Termin).

Von Montag bis Donnerstag zu denselben Zeiten werden Sprechstunden für Kinder angeboten.

Weststadtbüro
Kurt-Schumacher-Platz 8
63454 Hanau
Tel. 06181/ 6189280


Das Ev. Jugendzentrum k-town bietet von Montag- Freitag von 16.00-21.00 Uhr offene Türen (mittwochs bis 22.00 Uhr). Neben den offenen Angeboten gibt es Trauerbegleitung für Angehörige, Freunde und Familien.
 
Weiterhin gibt es psychologisch betreute Traumagruppen in Kooperation mit dem Praxis Institut Hanau für Überlebende, Freunde und Zeugen des Anschlags. In Kooperation mit Response wird Unterstützung und Begleitung der Antragstellung nach dem Bundesentschädigungsgesetz für Angehörige und Überlebende in den Räumen des Ev. Gemeindezentrums. Anfragen zu den Traumagruppen und der Beratung durch Anfragen bitte unter 06181-259268