19.02.2026

Gedenken 1902

Stilles Gedenken in Hanau an die Opfer des Anschlags vom 19. Februar
 
Hanau. „Das Gedenken an die Opfer des 19. Februar ist und bleibt ein fester Bestandteil unserer städtischen Verantwortung“, betont Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky. Er hat sich zusammen mit Bürgermeister Dr. Maximilian Bieri und Stadträtin Isabelle Hemsley jetzt im Vorfeld mit Angehörigen der Opfer getroffen, um gemeinsam über die Form des diesjährigen Gedenkens zu sprechen und entsprechende Entscheidungen zu treffen.
"Hanau erinnert selbstverständlich auch in diesem Jahr der Opfer des rassistischen Anschlags vom 19. Februar 2020 – allerdings in einem etwas kleineren Rahmen", so der Rathauschef. "Wichtig ist uns aber vor allem, dieses Gedenken gemeinsam mit den Angehörigen zu gestalten und ihre Perspektiven und Wünsche dabei zu berücksichtigen."
 
Im Mittelpunkt des sechsten Jahrestages steht ein öffentliches Stilles Gedenken um 11 Uhr an den Tatorten. Vertreterinnen und Vertreter von Land und Stadt werden dort mit einer Kranzniederlegung an die Opfer erinnern. Bei diesem stillen Gedenken wird bewusst auf Reden verzichtet. Zur Tatzeit, am späten Abend, wird wie in den vergangenen Jahren auch am Heumarkt und am Kurt-Schumacher-Platz in Kesselstadt in Form eines Lichtkorridors den Opfern gedacht.
 
Darüber hinaus werden zur Erinnerung an die Opfer und aus Respekt vor ihren Angehörigen Kränze und Gestecke an zahlreichen Orten niedergelegt. Dazu zählen in Hanau die Gedenktafel am Hauptfriedhof sowie die Tatorte am Kurt-Schumacher-Platz, am Heumarkt und am Kreuz für Vili-Viorel Paun. Weitere Kranzniederlegungen erfolgen an den Gräbern der Opfer in Offenbach, Dietzenbach sowie im Ausland, unter anderem in der Türkei, in Rumänien und in Bulgarien.
 
"Unser Engagement für das Gedenken wird fortbestehen. Die jährlichen Veranstaltungen zum 19. Februar werden in angemessener Form fortgeführt, wobei wir bewusst unterschiedliche Schwerpunkte setzen, um der Bedeutung dieses Tages gerecht zu werden", unterstreicht Oberbürgermeister Kaminsky den langfristigen Ansatz der Stadt. "In fünfjährigen Abständen werden wir in besonderer Weise an die Opfer erinnern und den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken."
 
Die Stadt Hanau macht mit dem diesjährigen Gedenken deutlich, dass Erinnerung, Solidarität mit den Angehörigen und der Einsatz gegen Rassismus und Ausgrenzung untrennbar zusammengehören – auch und gerade dann, wenn die Formen des Gedenkens variieren.