In Gedenken an die Opfer des 19. Februar 2020

Spendenkonto: DE 74 5065 0023 0000 1364 65, Empfänger: Stadt Hanau, Stichwort: Opfer 19.02.2020

 


„Ein fester Teil der Hanauer Erinnerungskultur“
OB Kaminsky trifft sich mit Saida Hashemi, Ajla Kurtovic und Nesrin Unvar

„Das schreckliche Attentat hat unsere Stadt nachhaltig erschüttert und wird im kollektiven Gedächtnis der Stadtgesellschaft verankert bleiben,“ ist Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky überzeugt, dass das gemeinsame Gedenken an die Opfer dieser Nacht künftig fester Bestandteil der Hanauer Erinnerungskultur sein wird. Die Errichtung einer Gedenkstätte, wie sie in Hanau derzeit gemeinsam mit den Familien der Opfer geplant werde, sei dabei nur einer von vielen wichtigen Schritten, die die Stadt gehen werde, um die Wachsamkeit und das respektvolle Miteinander zu fördern, versicherte er im Gespräch mit Saida Hashemi, Ajla Kurtovic und Nesrin Unvar, die als Vertreterinnen der Opfer-Angehörigen zu einem Treffen gekommen waren.
In den späten Abendstunden des 19. Februars waren neun Menschen mit ausländischen Wurzeln Opfer eines rassistisch motivierten Attentats geworden. Danach tötete der Täter seine Mutter und sich selbst. Mit Mahnwachen, Trauermärschen und diversen Kundgebungen gegen Rassismus hatte die Hanauer Stadtgesellschaft ihre Anteilnahme und Betroffenheit gezeigt. Auch an den öffentlichen Totengebeten und Beisetzungen der Mordopfer nahmen viele Menschen aus der gesamten Region teil.
Mit einem großflächigen Gedenkbanner „Die Opfer waren keine Fremden“ an der Fassade des Historischen Neustädter Rathauses hat die Stadt in den Wochen und Monaten nach dem Attentat unübersehbar dokumentiert, dass sie und die Menschen dieser Stadt in dieser schwierigen Zeit an der Seite der Angehörigen stehen. Dabei hat sich das Brüder Grimm Nationaldenkmal von Anfang an zu einem zentralen Platz entwickelt, an dem ein wahres Kerzen- und Blumenmeer die Betroffenheit der Stadtgesellschaft besonders sichtbar hat werden lassen. Bis heute halten Menschen jeden Alters hier inne, um Blumen, Kerzen oder Bilder abzulegen.
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